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16. August 2019

„Fernöstliche Kultur in Bad Säckingen“

„Torii am Itsukushima Schrein“, eine Fotografie aus der Ausstellung „Japans Meisterwerke der Holzarchitektur“, die fernöstliche Kultur in die Trompeterstadt bringt. Foto:Fujitsuka Mitsumasu
BADISCHE ZEITUNG
Roswitha Frey
16. August 2019

Die Ausstellung "Japans Meisterwerke der Holzarchitektur" wird am Sonntag in der Villa Berberich in Bad Säckingen eröffnet.

Fernöstliche Kultur und Tradition den Leuten hierzulande näher zu bringen, ist ein Anliegen der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Freundeskreis Nagai-Bad Säckingen. 32 Ausstellungen zur Kulturgeschichte Japans hat der rührige Verein bisher veranstaltet. "Japans Meisterwerke der Holzarchitektur" stehen nun im Blickpunkt einer Fotoausstellung, die vom Sonntag, 18. August bis Sonntag, 8. September in der Villa Berberich in Bad Säckingen zu sehen ist.

Grosse Vielfalt
Ikebana, Papier und Bambus, Kalligrafie und Keramik, Masken, Textilien, Volkskunst: Die Vielfalt an Ausstellungen über japanische Kultur, die von der Gesellschaft schon präsentiert wurden, ist riesig groß. Und nun also diese Themenschau mit 90 Aufnahmen des namhaften Fotografen Fujitsuka Mitsumasa aus Tokio, der seinen Fokus auf Bauten aus Holz richtet: Tempel und Schreine, Theater und Teehäuser, Wohngebäude, Residenzen, Villen, Burgen und Brücken, die über fast ganz Japan verteilt sind. Peter Haußmann, Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft, hat alles daran gesetzt, diese Ausstellung als Leihgabe des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin nach Bad Säckingen zu holen. Bisher war sie nur in Tokio, Berlin und beim Japanischen Kulturinstitut Köln zu sehen und geht nach Ausstellungsende in der Trompeterstadt zurück nach Japan. Also eine exklusive Chance für Freunde und Kenner der japanischen Kultur, diese Aufnahmen in der Südwestecke zu bewundern. Auch aus Museums-, Hochschul-, Architekten- und Botschaftskreisen in Zürich und Bern sei Interesse an der Schau signalisiert worden, freut sich Haußmann.

Holz, erklärt der Japan-Kenner, habe als Baumaterial in der Kulturgeschichte Japans immer eine wesentliche Rolle gespielt. Über einen langen Zeitraum wurde prinzipiell in Holz und nicht in Stein gebaut. Ob es sich um Paläste oder profane Wohnhäuser handelt, bis zum Ende des 19. Jahrhundert wurde alles fast ausschließlich aus Holz errichtet. Erst ab 1870 kamen zunehmend neue und andere Baumaterialien hinzu. Einige der Architekturen, die auf den Fotografien festgehalten wurden, sind mehr als 1000 Jahre alt. Gerade Bauten mit religiöser Bedeutung wie Tempel und Schreine wurden über die Jahrhunderte immer wieder sorgfältig repariert und hergerichtet, um sie vor dem Verfall zu retten und die wertvollen historischen Bauten zu erhalten. Denn die Holzkonstruktionen sind in Japan teils extremen Witterungsverhältnissen ausgesetzt: Taifune, Starkregen, Erdbeben, sehr kalte Winter.

Lohnende Ausstellung
Der Fotograf Fujitsuka Mitsumasa hat sich auf die Spuren dieser bedeutsamen, teils sehr alten, teils auch jüngeren Holzarchitekturen gesetzt und spannende künstlerische Innen- und Außenaufnahmen, Detail- und Gesamtansichten gemacht, um die technische Präzision, Schönheit und Ästhetik der Holzbauten ins Licht zu rücken. Der Fotograf ist nicht nur auf Architekturfotografie spezialisiert, sondern macht auch Modefotografie. Dem Betrachter eröffnet sich, wie es Peter Haußmann beschreibt, "eine Vielfalt an Gebäudeformen und eine Reise durch 1000 Jahre Architekturgeschichte in Holz". Zur Dokumentation gibt es eine ausführliche Broschüre, in erläuternden Texten berichten der Fotograf und die Architekten über ihre Herangehensweise und Sichtweise der jeweiligen Bauten. So erhält der Betrachter von zwei Seiten Einblick in diese besondere Architektur.

Haußmann findet die Ausstellung sehr lohnend vor dem Hintergrund, dass auch hierzulande, vor allem in der Südschwarzwälder Gegend, Holz zunehmend gefragt sei für den Wohnbau. Und noch aus einem anderen Grund passe diese Ausstellung wunderbar nach Bad Säckingen. Steht doch im Weiher im Park der Villa Berberich als Dauerleihgabe ein japanisches "Torii" am Teich, ein rotes Tor, das symbolisch den Durchgang vom weltlichen in den sakralen Raum markiert. "Es ist ein Hingucker, es lässt Freude aufkommen durch das Farbenfrohe", so Haußmanns Beobachtung. Ausschlaggebend war aber auch, dass Bad Säckingen selbst ein bedeutsames Beispiel von Holzarchitektur zu bieten hat: die Holzbrücke über den Rhein.

Die Ausstellung
"Japans Meisterwerke der Holzarchitektur" vom 18. August bis 8. September, Villa Berberich Bad Säckingen. Die Einführungsrede bei der Vernissage am 18. August, 11 Uhr, hält die stellvertretende Generalsekretärin des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin, Tokiko Kiyota. Im Begleitprogramm sind an den Sonntagen jeweils 15 Uhr verschiedene Vorträge vorgesehen: Christoph Henrichsen referiert über historische Holzarchitektur in Japan (25. August), Architekt Wolfgang Fehrer über das japanische Teehaus (1. September) und Zen-Lehrerin Nicole Baden über die Meditationshalle in Herrischried (8. September).
https://www.badische-zeitung.de/fernoestliche-kultur-in-bad-saeckingen--176407843.html
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