News aus 2018

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16. Juli 2018
Die zweite Lesung der Reihe "Lesung in fremden Gärten" des Förderkreises der Stadtbücherei Bad Säckingen, dieses Mal in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Nagai, findet am Freitag, 13. Juli, ab 19 Uhr statt. Zu hören ist die Familien-, Kunst- und Zeitgeschichte "Der Hase mit den Bernsteinaugen" von Edmund de Waal. Der Fokus der Geschichte aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert liegt auf einer Sammlung kostbar geschnitzter japanischer Miniaturen, Netsuke genannt, die über Generation weitervererbt in den Besitz des Autors gelangt ist. Die Lesung findet bei jeder Witterung statt, der Eintritt ist frei. Weiter Infos und Anmeldungen unter Telefon 07761/5538502.
SÜDKURIER 3. Juli, 5. Juli, und 6. Juli
www.badische-zeitung.de/bad-saeckingen/kurz-gemeldet-xibwlubax--154544509.html
www.badische-zeitung.de/bad-saeckingen/kurz-gemeldet-x6mq2i6ix--154349184.html
anzeiger-suedwest.de/wp-content/uploads/pdf.../Anzeiger_HochrheinWest.pdf
img.der-sonntag.de/dso-epaper/pdf/DS_hrh_08.07.2018.pdf
16. April 2018
http://www.badische-zeitung.de/bad-saeckingen/westlicher-blick-auf-die-fernoestliche-exotik
In der Ausstellung "Altes Japan" in der Villa Berberich in Bad Säckingen sind historische Fotografien aus dem Besitz des Japanischen Kulturinstituts Köln zu sehen.

Roswitha Frey

BAD SÄCKINGEN. Anmutige Frauen in Kimonos, Damen in Rikschas und Sänften, ein Samurai in einem Umhang aus Stroh, Sumo-Ringer und Teehäuser: Solche Motive finden sich in der Ausstellung "Altes Japan" in der Bad Säckinger Villa Berberich. Zu sehen sind historische Fotografien aus dem Besitz des Japanischen Kulturinstituts Köln, die Alltagsszenen und Ansichten aus Japan im späten 19. Jahrhundert zeigen.
Es handelt sich um Aufnahmen aus der Sicht westlicher Reisender, die einen speziellen Blick auf Land und Leute, das Leben, die Menschen, die Traditionen in der Zeit von 1868 bis 1912 werfen. Großteils stammten die Exponate aus der Sammlung des Diplomaten Karl von Eisendecher, der die frühen Genrebilder aus Fernost nach Deutschland brachte. Bei der Eröffnung dieser von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft/Freundeskreis Nagai-Bad Säckingen veranstalteten Schau freute sich Bürgermeister Alexander Guhl, dass im Zuge der Städtepartnerschaften das kulturelle Leben der jeweiligen Länder, in diesem Fall Japans, stärker ins Bewusstsein gerückt werde. Die Ausstellung ermögliche es, in die Welt und die Kultur Japans vor 150 oder 100 Jahren einzutauchen und das ferne Land auch besser zu verstehen.
Die Schau mache eine Zeit sichtbar, in der es noch viel Handarbeit, Handwerk und eine starke Hierarchie in der Gesellschaft gegeben habe, sagte Peter Haußmann, Präsident des Freundeskreises Nagai-Bad Säckingen. Er hob die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Japanischen Kulturinstitut Köln hervor, die seit 1981 besteht. Das Anliegen des Kulturinstituts sei es, Kunst und Kultur Japans zu vermitteln, betonte dessen Direktor Masakazu Tachikawa in seinem Grußwort. Sein Dank galt dem unermüdlichen Einsatz der Japankenner Regine und Peter Haußmann.

Eine spannende inhaltliche Einführung gab die Kulturreferentin des Kulturinstituts, Angela Ziegenbein. Die Reise- und Souvenirfotografie habe sich in Japan erst Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt, einer Zeit tiefgreifender Veränderungen. Dass auf den frühen Fotografien der ausländischen Reisenden oder japanischer Fotoateliers hauptsächlich traditionelle Aspekte und weniger die fortschrittlichen Neuerungen abgebildet sind, habe mit dem "visuellen Hunger nach Exotismen" zu tun. Die historischen Aufnahmen hätten dokumentarischen Wert und geben Einblick in die spezielle japanische Kultur. Teils sei es auch eine inszenierte Wirklichkeit, um eine Idealvorstellung von Japan zu schaffen. Auch in fototechnischer Hinsicht seien die Bilder interessant durch die sorgfältige Nachkolorierung. Die Fotografien wurden nachträglich aufwändig mit Aquarell- oder Ölfarben bearbeitet, koloriert und zu farblich fein nuancierten Kunstwerken verwandelt. Bei den Porträts und Gruppenbildern handelt es sich teilweise um Studioaufnahmen, die fast schon bühnenbildhaft inszeniert wurden. So sieht man eine westliche Frau im Kimono mit Fächer, Reisstrohmatte und Teekanne. Auffallend auch die Aufnahmen des damaligen Kaiserpaares: Zuerst wurde der Tenno im traditionellen Hofgewand abgelichtet, dann in einer westlich anmutenden Uniform.

Ferner sieht man Adelige der Hofaristokratie in prächtigen Gewändern, Frauen in Kimonos beim Kartenspiel oder beim Musizieren auf Langhalslauten, Koto und Trommeln, junge Frauen mit Schirmen, eine Prostituierte auf hohen Holzsandalen, Damen, die in Sänften und Rischkas transportiert werden, Kendo-Kämpfer, Männer, die einen beladenen Lastkarren von Hand fortbewegen, oder eine Personenfähre.
Ansichten von Bauernhäusern am Fuße des Fuji

Unter dem Kapitel Gewerbe entdeckt man fliegende Händler mit Küchenutensilien, eine Weberin am Webstuhl, einen Tischler mit Werkzeug. Außerdem zu sehen sind Architektur-, Straßen-, Stadt- und Naturansichten, Bauernhäuser am Fuße des Fuji, ein dreistöckiger Wachturm, eine Steinbrücke in Kyoto, eine Trommelbrücke aus Holz in Osaka, Dörfer am Fluss oder eine Dorfstraße mit Läden. Zur Einstimmung spielte die Flötistin Renate Griesser, begleitet von Greta Knoll am Piano, bezaubernde fernöstliche Weisen. Außerdem rezitierte sie Gedichte der heutigen Kaiserin von Japan.
Die Ausstellung ist bis 6. Mai zu sehen, Mittwoch, Donnerstag, Samstag 14 bis 17, Sonntag 11 bis 17 Uhr. Das Rahmenprogramm umfasst Vorträge am 22. und 29. April, 15 Uhr, sowie einen Nachmittag mit japanischen Spielen am 5. Mai, 15 Uhr.

http://www.badische-zeitung.de/bad-saeckingen/westlicher-blick-auf-die-fernoestliche-exotik
20. März 2018
Foto Ernst Brugger
BZ 19.03.2018
Südkurier 20.03.2018
Ernst Brugger

Der Freundeskreis Nagai-Bad Säckingen hat ein neu formiertes Vorstandsteam.

BAD SÄCKINGEN. Die "Deutsch-Japanische Gesellschaft – Freundeskreis Nagai-Bad Säckingen" hat ein neu formiertes Vorstandsteam. Während Präsident Peter Haußmann, Vizepräsidentin Inga Bloss sowie die Beiräte Madoka Kuehlbrey und Thorsten Schneider für weitere zwei Jahre einstimmig wiedergewählt wurden, gab es bei anderen Ämtern einige Veränderungen. Einstimmig wurden Martin Kugler zum neuen Schatzmeister, Wolfgang Schmidt als neuer Schriftführer und Karin Herzog zur neuen Beirätin gewählt.

Wie Präsident Haußmann bei der Hauptversammlung eingangs mitteilte, sei die Anzahl der Mitglieder im Freundeskreis von 129 weiter auf jetzt aktuell 141 gestiegen. In dem von Regine Haußmann mit einer Diashow begleiteten Jahresrückblick rief der Präsident noch einmal die wichtigsten Aktivitäten und Anlässe des Freundeskreises in Erinnerung. Einer der Höhepunkte sei im Oktober der Besuch einer Delegation mit 20 Teilnehmern aus der Partnerstadt Nagai gewesen. Ein anderer der anschließende Gegenbesuch in Japan

Berichtigung: kein Gegenbesuch sondern eine selbst organisierte Japanreise.

von 14 Mitgliedern aus dem heimischen Freundeskreis. Diese Reisen würden viel dazu beitragen, die freundschaftlichen Beziehungen lebendig zu halten und zu pflegen, erklärte Haußmann.

In seinem weiteren Rückblick erwähnte er, dass die Vorträge, Workshops für Ikebana, Origami und Kalligraphie sowie die japanischen Kochkurse allesamt wieder sehr gut besucht worden seien. Die insgesamt 35 öffentlichen Anlässe des Freundeskreises hätten gezeigt, so Haußmann, dass die Vertiefung und Pflege der Völkerverständigung zwischen Deutschland und Japan in der Öffentlichkeit auf großes Interesse stoße. Die 15 Kochkurse mit Tomoyo Jäger in Rheinfelden und die sieben Workshops zu Kalligraphie seien ein deutlicher Beweis. Große Resonanz gefunden hätten auch die Vorträge "Ein Blaues Wunder" von Regine Haußmann und über"Japans Wassergeister" von Ulrich Pauly aus Bonn.

Den ausführlichen Rechenschaftsbericht der verhinderten Schatzmeisterin Dagmar Vogt verlas Präsident Haußmann. Dank Spenden sei das Jahr 2017 positiver ausgefallen als geplant, schrieb die Rechnerin. Die Kassenprüferinnen Helmtrud Finger und Barbara Huber bestätigten eine transparente und tadellose Finanzverwaltung. Beide wurden für zwei Jahre wiedergewählt. Der zum Wahlleiter bestimmte Roland Baumgartner bescheinigte dem Vorstand wiederum gute Arbeit zur Pflege und Förderung der Völkerverständigung. Der Gesamtvorstand wurde auf seinen Vorschlag hin einstimmig entlastet. Zu den geplanten Aktionen für 2018 gab Präsident Haußmann noch bekannt, dass neben zahlreichen Veranstaltungen zur kulturellen Pflege der japanischen Kultur und Volkskunst auch wieder der Jugendaustausch

Berichtigung: kein Jugendaustausch

sowie die Zusammenarbeit mit japanischen Institutionen hohe Priorität habe.
Abschließend genehmigte die Versammlung einstimmig den Haushaltsentwurf für das laufende Jahr 2018.
http://www.badische-zeitung.de/bad-saeckingen/den-kontakt-zu-japan-lebendig-erhalten
https://www.suedkurier.de/.../bad-saeckingen/Der-Freundeskreis-Nagai-Bad-Saeckinge...

Freundeskreis: Ziel des 1986 gegründeten Freundeskreises Nagai-Bad Säckingen ist es, Leben, Kunst und Kultur in Japan einer breiten Öffentlichkeit verständlicher zu machen. Weitere Infos im Internet unter http://www.djg-nagai-saeckingen.de