News

Ältere News finden sie in unserem News-Archiv nach Jahren sortiert: 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009, 2008. Insgesamt sind 92 News seit 2008 veröffentlicht worden.
20. Februar 2019
Torii heißen die torähnlichen Holzelemente im japanischen Baustil. Solch ein Torii wird jetzt im Teich vor der Villa Berberich aufgestellt. Der Kultur- und Sozialausschuss des Gemeinderats hat dem zugestimmt. Foto: Montage: Heckmann
BADISCHE ZEITUNG
Mi, 20. Februar 2019
von Axel Kremp

Ein Torii soll vor der Villa Berberich zum Blickfang werden und an die Städtepartnerschaft mit Nagai erinnern.

BAD SÄCKINGEN. Ein Hauch aus Fernost wird bald durch den Park vor der Villa Berberich in Bad Säckingen wehen. Der Kultur- und Sozialausschuss hat vor Ort seinen Segen zur Aufstellung eines Japanischen Tors im Teich vor der Villa gegeben. Das Torii, wie solche torähnlichen Elemente aus der japanischen Architektur heißen, wird Robin Heckmann der Stadt als Dauerleihgabe zur Verfügung stellen.

Vor Ort bekannte Heckmann, ein Faible für japanische Architektur und solche Toriis zu haben. Bei der Suche nach einem Standort für ein von ihm gefertigtes drei Meter hohes, fünf Meter breites und 2,5 Meter tiefes, schlankes Torii sei er auf den Teich vor der Villa Berberich gestoßen. Weil solche Toriis in Japan häufig im Wasser stehen, habe er solch einen Standort gesucht. Der Bergsee sei aus Gründen der Standsicherheit, des Naturschutzes und des großen Aufwands nicht in Frage gekommen, heißt es in der Sitzungsvorlage der Stadtverwaltung. Laut Heckmann soll das karminrote Torii etwa acht bis zehn Meter vom östlichen Ufer des Teichs so im Wasser stehen, dass es über dem Wasser zu schweben scheint. Laut Heckmann stehen solche Toriis in Japan häufig am Eingang zu einem Schrein, sie symbolisieren also den Übergang von der profanen in die sakrale Welt.

Ein Plädoyer für das Torii hielt auch Peter Haußmann, der Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft, Freundeskreis Nagai-Bad Säckingen. Er erinnerte daran, dass die Stadt Nagai vor sechseinhalb Jahren aus Anlass des 30-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft im Beisein einer Delegation aus Bad Säckingen eine Stele mit dem Bild des Trompeters von Säckingen hat aufstellen lassen. Das Torii, so meinte Haußmann, sei eine gute Möglichkeit, Nagai in Bad Säckingen sichtbar machen. So wie es in Bad Säckingen eine Nagaistraße gebe, gebe es in Nagai eine Bad-Säckingen-Straße.

Die Kosten halten sich für die Stadt Bad Säckingen in Grenzen. Kalkuliert wird mit einmalig 1800 Euro für die Unterkonstruktion und 500 Euro für die gärtnerische Gestaltung und Pflege.

Als Vorsitzender des Kunstvereins brach Frank van Veen eine Lanze für die Graffitiwand des Vereins am gegenüberliegenden Ufer. Sie dürfe dem Torii nicht geopfert werden. Letztlich sei beides Geschmackssache. Mit fünf Stimmen bei vier Enthaltungen und ohne Gegenstimme stimmte der Ausschuss dem Torii zu.

http://www.badische-zeitung.de/bad-saeckingen/ein-japanisches-tor-mitten-im-teich
11. Februar 2019
von Axel Kremp

Kulturausschuss berät Antrag

BAD SÄCKINGEN (akr). Geht es nach dem Freundeskreis Nagai – Bad Säckingen, dann wird bald ein fernöstlicher Hauch durch Bad Säckingen wehen. Genauer durch den Park vor der Villa Berberich. Die Deutsch-Japanische Gesellschaft Freundeskreis Nagai-Bad Säckingen will im Teich vor der Villa ein sogenanntes Torii aufstellen lassen. Damit soll die besondere Verbundenheit Bad Säckingens mit Japan und ihrer japanischen Partnerstadt Nagai demonstriert werden.

Der Kultur- und Sozialausschuss des Bad Säckinger Gemeinderats trifft sich am Montag, 18. Februar, um 17 Uhr am Ostufer der Teichanlage im Park der Villa Berberich, um vor Ort über das Vorhaben zu beraten. Und wenn die Mitglieder des Kultur- und Sozialausschusses schon einmal vor Ort sind, dann schauen sie sich auch gleich noch die Einrichtungen im Kulturhaus Villa Berberich an.

Ein Torii ist ein torähnliches Element, wie man es häufig in japanischen Gärten sieht, so am Eingang zum Japanischen Garten in Bonndorf. Das Torii in Bad Säckingen soll so im Teich platziert werden, dass es über der Wasserlinie zu schweben scheint. Das Torii würde der Stadt als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.

http://www.badische-zeitung.de/bad-saeckingen/japanisches-tor-im-teich-vor-der-villa-berberich
28. Oktober 2018
Japanisches Kindertheater gab es am Samstag im Rahmen der Bad Säckinger Märchentage in der Stadtbücherei. Foto: Wagner
Der Sonntag am Hochrhein
Samstag 27.10.2017

Im Rahmen der
Märchentage Bad Säckingen
ist die deutsch-japanische Gesellschaft in der Stadtbücherei zu Gast. Besucher erleben dort original japanisches Kamishibai-Theater. Mit Hilfe eines Märchenbilderschaukastens wird die Geschichte „Der Dank des Kranichs“ erzählt. Auch noch am heutigen Sonntag steht Bad Säckingen ganz im Zeichen von Märchen, Geschichten und Sagen. Kinder und Erwachsene können den Erzählungen verwunschener Prinzen und böser Stiefmütter lauschen. Neben den Lesungen gibt es Konzerte, einen Antikmarkt in den Gassen der Altstadt, den Kunst- und Handwerkermarkt im Kursaal sowie offene Geschäfte in der Innenstadt von 13 bis 18 Uhr.

https://ezeitung.badische-zeitung.de/issue.act?issueId=533054&token=0y7lkhDRh6HH6UqLRgoi9ykGT4Kl_JZ1dp0r5RYY1h8wf2CcQ5lh-PwYUYv1lxZXIozZqwf4JLtXP7-vk-kciMSeaUy43b7ghS15nGPwKGDADYiGeYa7-1cUjDMu0LwoVYpf1rhgCTlJHPUMxzgPsw%2C%2C
16. Juli 2018
Die zweite Lesung der Reihe "Lesung in fremden Gärten" des Förderkreises der Stadtbücherei Bad Säckingen, dieses Mal in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Nagai, findet am Freitag, 13. Juli, ab 19 Uhr statt. Zu hören ist die Familien-, Kunst- und Zeitgeschichte "Der Hase mit den Bernsteinaugen" von Edmund de Waal. Der Fokus der Geschichte aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert liegt auf einer Sammlung kostbar geschnitzter japanischer Miniaturen, Netsuke genannt, die über Generation weitervererbt in den Besitz des Autors gelangt ist. Die Lesung findet bei jeder Witterung statt, der Eintritt ist frei. Weiter Infos und Anmeldungen unter Telefon 07761/5538502.
SÜDKURIER 3. Juli, 5. Juli, und 6. Juli
www.badische-zeitung.de/bad-saeckingen/kurz-gemeldet-xibwlubax--154544509.html
www.badische-zeitung.de/bad-saeckingen/kurz-gemeldet-x6mq2i6ix--154349184.html
anzeiger-suedwest.de/wp-content/uploads/pdf.../Anzeiger_HochrheinWest.pdf
img.der-sonntag.de/dso-epaper/pdf/DS_hrh_08.07.2018.pdf
16. April 2018
http://www.badische-zeitung.de/bad-saeckingen/westlicher-blick-auf-die-fernoestliche-exotik
In der Ausstellung "Altes Japan" in der Villa Berberich in Bad Säckingen sind historische Fotografien aus dem Besitz des Japanischen Kulturinstituts Köln zu sehen.

Roswitha Frey

BAD SÄCKINGEN. Anmutige Frauen in Kimonos, Damen in Rikschas und Sänften, ein Samurai in einem Umhang aus Stroh, Sumo-Ringer und Teehäuser: Solche Motive finden sich in der Ausstellung "Altes Japan" in der Bad Säckinger Villa Berberich. Zu sehen sind historische Fotografien aus dem Besitz des Japanischen Kulturinstituts Köln, die Alltagsszenen und Ansichten aus Japan im späten 19. Jahrhundert zeigen.
Es handelt sich um Aufnahmen aus der Sicht westlicher Reisender, die einen speziellen Blick auf Land und Leute, das Leben, die Menschen, die Traditionen in der Zeit von 1868 bis 1912 werfen. Großteils stammten die Exponate aus der Sammlung des Diplomaten Karl von Eisendecher, der die frühen Genrebilder aus Fernost nach Deutschland brachte. Bei der Eröffnung dieser von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft/Freundeskreis Nagai-Bad Säckingen veranstalteten Schau freute sich Bürgermeister Alexander Guhl, dass im Zuge der Städtepartnerschaften das kulturelle Leben der jeweiligen Länder, in diesem Fall Japans, stärker ins Bewusstsein gerückt werde. Die Ausstellung ermögliche es, in die Welt und die Kultur Japans vor 150 oder 100 Jahren einzutauchen und das ferne Land auch besser zu verstehen.
Die Schau mache eine Zeit sichtbar, in der es noch viel Handarbeit, Handwerk und eine starke Hierarchie in der Gesellschaft gegeben habe, sagte Peter Haußmann, Präsident des Freundeskreises Nagai-Bad Säckingen. Er hob die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Japanischen Kulturinstitut Köln hervor, die seit 1981 besteht. Das Anliegen des Kulturinstituts sei es, Kunst und Kultur Japans zu vermitteln, betonte dessen Direktor Masakazu Tachikawa in seinem Grußwort. Sein Dank galt dem unermüdlichen Einsatz der Japankenner Regine und Peter Haußmann.

Eine spannende inhaltliche Einführung gab die Kulturreferentin des Kulturinstituts, Angela Ziegenbein. Die Reise- und Souvenirfotografie habe sich in Japan erst Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt, einer Zeit tiefgreifender Veränderungen. Dass auf den frühen Fotografien der ausländischen Reisenden oder japanischer Fotoateliers hauptsächlich traditionelle Aspekte und weniger die fortschrittlichen Neuerungen abgebildet sind, habe mit dem "visuellen Hunger nach Exotismen" zu tun. Die historischen Aufnahmen hätten dokumentarischen Wert und geben Einblick in die spezielle japanische Kultur. Teils sei es auch eine inszenierte Wirklichkeit, um eine Idealvorstellung von Japan zu schaffen. Auch in fototechnischer Hinsicht seien die Bilder interessant durch die sorgfältige Nachkolorierung. Die Fotografien wurden nachträglich aufwändig mit Aquarell- oder Ölfarben bearbeitet, koloriert und zu farblich fein nuancierten Kunstwerken verwandelt. Bei den Porträts und Gruppenbildern handelt es sich teilweise um Studioaufnahmen, die fast schon bühnenbildhaft inszeniert wurden. So sieht man eine westliche Frau im Kimono mit Fächer, Reisstrohmatte und Teekanne. Auffallend auch die Aufnahmen des damaligen Kaiserpaares: Zuerst wurde der Tenno im traditionellen Hofgewand abgelichtet, dann in einer westlich anmutenden Uniform.

Ferner sieht man Adelige der Hofaristokratie in prächtigen Gewändern, Frauen in Kimonos beim Kartenspiel oder beim Musizieren auf Langhalslauten, Koto und Trommeln, junge Frauen mit Schirmen, eine Prostituierte auf hohen Holzsandalen, Damen, die in Sänften und Rischkas transportiert werden, Kendo-Kämpfer, Männer, die einen beladenen Lastkarren von Hand fortbewegen, oder eine Personenfähre.
Ansichten von Bauernhäusern am Fuße des Fuji

Unter dem Kapitel Gewerbe entdeckt man fliegende Händler mit Küchenutensilien, eine Weberin am Webstuhl, einen Tischler mit Werkzeug. Außerdem zu sehen sind Architektur-, Straßen-, Stadt- und Naturansichten, Bauernhäuser am Fuße des Fuji, ein dreistöckiger Wachturm, eine Steinbrücke in Kyoto, eine Trommelbrücke aus Holz in Osaka, Dörfer am Fluss oder eine Dorfstraße mit Läden. Zur Einstimmung spielte die Flötistin Renate Griesser, begleitet von Greta Knoll am Piano, bezaubernde fernöstliche Weisen. Außerdem rezitierte sie Gedichte der heutigen Kaiserin von Japan.
Die Ausstellung ist bis 6. Mai zu sehen, Mittwoch, Donnerstag, Samstag 14 bis 17, Sonntag 11 bis 17 Uhr. Das Rahmenprogramm umfasst Vorträge am 22. und 29. April, 15 Uhr, sowie einen Nachmittag mit japanischen Spielen am 5. Mai, 15 Uhr.

http://www.badische-zeitung.de/bad-saeckingen/westlicher-blick-auf-die-fernoestliche-exotik
Weiter >