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05. Oktober 2019
Foto Deutsch-Japanische Gesellschaft Bad Säckingen
Am Samstag, 28. September traf vormittags aus Japan kommend eine achtköpfige Delegation in Bad Säckingen ein. Bürgermeister Shigeharu UCHIYA, Shin SAITO, Kunihiko UCHIYA, Tsuyoshi ISHII, Masato TSUCHIYA, Toshihiro TAKEDA, Dr. Akitoshi NIINO und Midori NIINO kamen in Begleitung von Midori UMETSU und Marc SCHMICH, die als Hilfe bei der Verständigung sorgten. Die Gäste aus Nagai wurden alle von Ihren Gastgebern abgeholt und nach kurzer Pause zum gemeinsamen Mittagessen eingeladen. Den Nachmittag verbrachte man bei einer Hotzenwald Rundfahrt, die, beginnend bei der Nagai-Straße über Bernau und St. Blasien in einem großen Bogen nach Görwihl-Rotzingen führte. Dort, im Nestorhof, hat es allen gut gefallen, man kam gut ins Gespräch kam und der Abend verging wie im Flug. Am nächsten Tag wurde auf Wunsch der Nagaier Delegation eine Schifffahrt mit vielen Mitgliedern unserer Gesellschaft veranstaltet. Eitel Sonennenschein vergoldete die Fahrt auf dem Hochrhein.

Am Sonntag kam Bürgermeister Alexander Guhl zu einer Gesprächsrunde ins Schloss. Dabei wiederholte Bürgermeister UCHIYA erneut die Einladung zu einem Treffen der Partnerstädte aus Anlass der Olympischen Spiele 2020 nach Nagai zu kommen. Für die Tage vom 31. Juli bis 1. oder 2. August sind in Nagai Feierlichkeiten vorgesehen, beginnend mit einem Begrüßungsabend am 31. Juli im wieder hergestellten Bürgerhaus von Nagai. Es wird erwartet, dass außer Bürgern aus Bad Säckingen auch Delegationen aus Glarus Nord (ehemals Näfels), Purkersdorf, aus China, Tansania und Liechtenstein anreisen werden, für die Nagai als offizieller Gastgeber während der Olympischen Spiele ausgezeichnet worden ist. Insgesamt denkt man in Nagai an knapp 100 Gäste für diese Tage. Am 1. August, dem traditionellen Wasser-Fest, wird es auf den Stausee oberhalb von Nagai ein Fest mit Bootsfahrten, Vorführungen und einem Feuerwerk geben. Am Schlusstag, dem 2. August sollen sechs verschiedene Museen besucht werden, darunter Hanga-Holzschnitte, Kunsthandwerk und anderes. Eine Bierfahrt mit dem Flower-Train darf natürlich nicht fehlen.

Von unserer Gesellschaft ist in der Vor-Planung, anschließend an den Besuch in Nagai eine zirka 10-tägige Rundreise durch die Tohoku-Region anzubieten, an der voraussichtlich 15 Personen teilnehmen können. Wer sich dafür interessiert, kann sich gerne unverbindlich anmelden.
10. September 2019
Zen-Lehrerein Nicole Baden berichtete über den Bau einer Meditationshalle. Links Peter Haußmann, Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft/Freundeskreis Nagai – Bad Säckingen Foto:Charlotte Fröse
BADISCHE ZEITUNG
Dienstag, 10. September 2019

von Charlotte Fröse

BAD SÄCKINGEN. Zum Abschluss der Ausstellung über traditionelle japanische Handwerkskunst in der Villa Berberich sind die Zuhörer eines Vortrags am Sonntagnachmittag in die Philosophie, die Grundzüge und die Gedankenwelt des Zen-Buddhismus eingetaucht.

Im Mittelpunkt des Vortrags stand der Bau einer Meditationshalle, einem Zendo, der Herrischrieder Gemeinschaft Dharma Sangha. "Der Zendo trägt den Geist der Praktizierenden", erklärte Nicole Baden vom Zen-Zentrum Johanneshof-Quellenweg, einem Buddhistischen Studienzentrum, in Herrischried/Großherrischwand in ihrem Vortag "Ein innerer Ort in der äußeren Welt – vom Bau einer Meditationshatte in Herrischried".

Sie betonte auch: "Raum ist das, was wir gemeinsam erschaffen." Um einen Raum für den Geist zu schaffen, der sich an der Situation und den Menschen orientiert, sei eine hohe Aufmerksamkeit erforderlich, erklärte die Zen-Lehrerin. So lernten die Handwerker zunächst die Gemeinschaft in Herrischried kennen, bevor es an die Arbeit ging. Rund zwei Jahre dauerte der Bau. Dabei ging es nicht um einen Gebäude-Neubau, sondern um einen Ausbau eines bestehenden Gebäudes, einer ehemaligen Schreinerei auf dem Gelände der Gemeinschaft, in eine Meditationshalle. Der Zendo im Johanneshof-Quellenweg ist ein gutes Beispiel für die Ästhetik traditionell japanischer Handwerkskunst.

Er wurde in der Überlieferung der japanischen Holzverbindungstechnik, die ohne Metallverbindungen auskommt, geschaffen. Die verwendeten edlen Hölzer stammen aus Kalifornien. Um dem Raum die Bedeutung zu geben, für den er vorgesehen ist, mussten die Materialien in Qualität und Reinheit ganz bestimmten Vorgaben entsprechen. Vorgefertigt wurden die Einzelteile der Meditationshalle ebenfalls in Kalifornien. Im Hotzenwald kamen sie als riesiges 3D-Puzzle an, welches dann die speziell ausgebildeten und in der traditionellen japanischen Holzbaukunst geschulten Handwerker mit großer Achtsamkeit zusammenfügten.

Der Raum zeichnet sich durch einen hohen Level an Details in der Holzverarbeitung aus, wovon sich die Besucher des Vortrags anhand vieler Bilder und eines Videos, die während des Baus entstanden sind, überzeugen konnten. Peter Haußmann, Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft/Freundeskreis Nagai – Bad Säckingen, berichtete zum Abschluss der Ausstellung, die vom 18. August bis zum 8. September zu sehen war, dass besonders viele, nämlich mehr als 500 Personen, die Ausstellung besucht hätten.

Zen-Zentrum in Herrischried

Das Zen-Zentrum Johanneshof Quellenweg wurde 1996 von Zentatsu Baker Roshi gegründet. Zen bedeutet Versenkung, Konzentration des Bewusstseins. Zen ist eine Meditationspraxis. Zendo ist eine Meditationshalle die für zeremonielle Zwecke verwendet wird. Nicole Baden (Jahrgang 1981) ist Dharma Nachfolgerin von Zentatsu Baker Roshi. Sie praktiziert seit 2001 mit der Dharma Sangha. Sie studierte Psychologie an der Universität Oldenburg und absolvierte eine Ausbildung in der körpertherapeutischen Methode Body Mind Centering. Vier Jahre lebte sie im Crestone Mountain Zen Center in Colorado, USA. Seit 2013 ist sie im Johanneshof-Quellenweg. Als Direktorin ist sie die organisatorische Leiterin des Zen-Zentrums Johanneshof-Quellenweg.
https://www.badische-zeitung.de/ein-innerer-ort-in-der-aeusseren-welt
https://www.suedkurier.de/digitale-zeitung/epa12904,70144,,18
16. August 2019
„Torii am Itsukushima Schrein“, eine Fotografie aus der Ausstellung „Japans Meisterwerke der Holzarchitektur“, die fernöstliche Kultur in die Trompeterstadt bringt. Foto:Fujitsuka Mitsumasu
BADISCHE ZEITUNG
Roswitha Frey
16. August 2019

Die Ausstellung "Japans Meisterwerke der Holzarchitektur" wird am Sonntag in der Villa Berberich in Bad Säckingen eröffnet.

Fernöstliche Kultur und Tradition den Leuten hierzulande näher zu bringen, ist ein Anliegen der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Freundeskreis Nagai-Bad Säckingen. 32 Ausstellungen zur Kulturgeschichte Japans hat der rührige Verein bisher veranstaltet. "Japans Meisterwerke der Holzarchitektur" stehen nun im Blickpunkt einer Fotoausstellung, die vom Sonntag, 18. August bis Sonntag, 8. September in der Villa Berberich in Bad Säckingen zu sehen ist.

Grosse Vielfalt
Ikebana, Papier und Bambus, Kalligrafie und Keramik, Masken, Textilien, Volkskunst: Die Vielfalt an Ausstellungen über japanische Kultur, die von der Gesellschaft schon präsentiert wurden, ist riesig groß. Und nun also diese Themenschau mit 90 Aufnahmen des namhaften Fotografen Fujitsuka Mitsumasa aus Tokio, der seinen Fokus auf Bauten aus Holz richtet: Tempel und Schreine, Theater und Teehäuser, Wohngebäude, Residenzen, Villen, Burgen und Brücken, die über fast ganz Japan verteilt sind. Peter Haußmann, Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft, hat alles daran gesetzt, diese Ausstellung als Leihgabe des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin nach Bad Säckingen zu holen. Bisher war sie nur in Tokio, Berlin und beim Japanischen Kulturinstitut Köln zu sehen und geht nach Ausstellungsende in der Trompeterstadt zurück nach Japan. Also eine exklusive Chance für Freunde und Kenner der japanischen Kultur, diese Aufnahmen in der Südwestecke zu bewundern. Auch aus Museums-, Hochschul-, Architekten- und Botschaftskreisen in Zürich und Bern sei Interesse an der Schau signalisiert worden, freut sich Haußmann.

Holz, erklärt der Japan-Kenner, habe als Baumaterial in der Kulturgeschichte Japans immer eine wesentliche Rolle gespielt. Über einen langen Zeitraum wurde prinzipiell in Holz und nicht in Stein gebaut. Ob es sich um Paläste oder profane Wohnhäuser handelt, bis zum Ende des 19. Jahrhundert wurde alles fast ausschließlich aus Holz errichtet. Erst ab 1870 kamen zunehmend neue und andere Baumaterialien hinzu. Einige der Architekturen, die auf den Fotografien festgehalten wurden, sind mehr als 1000 Jahre alt. Gerade Bauten mit religiöser Bedeutung wie Tempel und Schreine wurden über die Jahrhunderte immer wieder sorgfältig repariert und hergerichtet, um sie vor dem Verfall zu retten und die wertvollen historischen Bauten zu erhalten. Denn die Holzkonstruktionen sind in Japan teils extremen Witterungsverhältnissen ausgesetzt: Taifune, Starkregen, Erdbeben, sehr kalte Winter.

Lohnende Ausstellung
Der Fotograf Fujitsuka Mitsumasa hat sich auf die Spuren dieser bedeutsamen, teils sehr alten, teils auch jüngeren Holzarchitekturen gesetzt und spannende künstlerische Innen- und Außenaufnahmen, Detail- und Gesamtansichten gemacht, um die technische Präzision, Schönheit und Ästhetik der Holzbauten ins Licht zu rücken. Der Fotograf ist nicht nur auf Architekturfotografie spezialisiert, sondern macht auch Modefotografie. Dem Betrachter eröffnet sich, wie es Peter Haußmann beschreibt, "eine Vielfalt an Gebäudeformen und eine Reise durch 1000 Jahre Architekturgeschichte in Holz". Zur Dokumentation gibt es eine ausführliche Broschüre, in erläuternden Texten berichten der Fotograf und die Architekten über ihre Herangehensweise und Sichtweise der jeweiligen Bauten. So erhält der Betrachter von zwei Seiten Einblick in diese besondere Architektur.

Haußmann findet die Ausstellung sehr lohnend vor dem Hintergrund, dass auch hierzulande, vor allem in der Südschwarzwälder Gegend, Holz zunehmend gefragt sei für den Wohnbau. Und noch aus einem anderen Grund passe diese Ausstellung wunderbar nach Bad Säckingen. Steht doch im Weiher im Park der Villa Berberich als Dauerleihgabe ein japanisches "Torii" am Teich, ein rotes Tor, das symbolisch den Durchgang vom weltlichen in den sakralen Raum markiert. "Es ist ein Hingucker, es lässt Freude aufkommen durch das Farbenfrohe", so Haußmanns Beobachtung. Ausschlaggebend war aber auch, dass Bad Säckingen selbst ein bedeutsames Beispiel von Holzarchitektur zu bieten hat: die Holzbrücke über den Rhein.

Die Ausstellung
"Japans Meisterwerke der Holzarchitektur" vom 18. August bis 8. September, Villa Berberich Bad Säckingen. Die Einführungsrede bei der Vernissage am 18. August, 11 Uhr, hält die stellvertretende Generalsekretärin des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin, Tokiko Kiyota. Im Begleitprogramm sind an den Sonntagen jeweils 15 Uhr verschiedene Vorträge vorgesehen: Christoph Henrichsen referiert über historische Holzarchitektur in Japan (25. August), Architekt Wolfgang Fehrer über das japanische Teehaus (1. September) und Zen-Lehrerin Nicole Baden über die Meditationshalle in Herrischried (8. September).
https://www.badische-zeitung.de/fernoestliche-kultur-in-bad-saeckingen--176407843.html
22. Juli 2019
Torii am Itsukushima Schrein
Foto FUJITSUKA Mitsumasa
bz-ticket.de
Tipps-Termine-Tickets

Die Ausstellung “Japans Meisterwerke der Holzarchitektur” zeigt 90 Fotografien des namhaften Foto-grafen FUJITSUKA Mitsumasa und bildet einen Abriss aus 1000 Jahren Holzarchitektur in Japan. Sie stellt sowohl weithin bekannte, wie auch weniger bekannte Bauwerke vor, die aus verschiedenen Zei-
ten stammen und über ganz Japan verteilt sind. Die Bandbreite reicht von buddhistischen Tempeln und Shintô- Schreinen über ein Theater, Wohnhäuser, ein Teehaus, Villen, Burgen und Residenzen bis hin zu Brückenkonstruktionen. In Gesamtansichten und Detailaufnahmen wird eine Vielfalt in Gebäude-formen vorgestellt, die den Betrachter zu einer Reise durch 1000 Jahre Architekturgeschichte einlädt. Im Vorfeld wurde bereits am 11. Mai ein Torii im Teich an der Villa Berberich als Dauerleihgabe an die Stadt aufgestellt. Das Bauwerk, ein Stück Holzarchitektur, wird auch die Ausstelllung „Japans Meister-werke der Holzarchitektur“ bereichern und auf Dauer eine Präsenz Japans im Stadtbild darstellen.

Mit großer Selbstverständlichkeit wurden Gebäude im alten Japan prinzipiell aus Holz und nicht aus Stein errichtet. Dadurch hat sich großes Wissen um den Holzbau entwickelt und bewahrt, sodass bedeutende Baudenkmäler erhalten sind, die vor mehr als 1000 Jahren gebaut worden waren. Ganz wesentlich dabei war und ist die traditionelle Handwerkskunst der Zimmerleute, die mit den natür-lichen Gegebenheiten - reiche Niederschläge, häufige Erdbeben – zu kämpfen haben. Gerade weil hierzulande Holz als nachwachsender Baustoff für den Wohnbau zunehmend Interesse findet, lohnt
es, den Blick nach Japan zu richten.

Die Ausstellung, eine Leihgabe des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin (jdzb), wird am Sonntag, 18. August um 11 Uhr mit einer Einführung von Tokiko KIYOTA, stellvertretende Generalsekretärin des jdzb, eröffnet. Frau Kiyota hatte bereits 2015 die Ausstellung „Weltkulturerbe in Japan“ in der Villa Berberich,damals in der Funktion als Direktorin des Japanischen Kulturinstituts Köln, eröffnet.

Die Ausstellung wird ergänzt durch drei Vorträge und Präsentationen, nämlich am 25. August um 15 Uhr von Dr. Christoph Henrichsen, Andernach, über “Historische Holzarchitektur in Japan – Gattungen, Techniken, Baustoffe”; am 1. September um 15 Uhr von Wolfgang Fehrer, Aarau, über “Das japani-sche Teehaus, seine philosophischen und religiösen Hintergründe, seine ästhetischen und räumlichen Prinzipien” und am 8. September um 15 Uhr von Nicole Baden, Herrischried, über “Ein innerer Ort in der äußeren Welt – vom Bau einer Meditationshalle in Herrischried”.

Bad Säckingen wird hierzulande die dritte und letzte Station dieser Ausstellung sein nach sehr erfolg-reichen Terminen beim Japanisch Deutschen Zentrum Berlin, dem Japanischen Kulturinstitut Köln und nicht zu vergessen Tokyo. Anschließend wird die Ausstellung zu seinem Eigentümer, dem Fotografen FUJITSUKA Mitsumasa, nach Japan zurückkehren. Sowohl die Botschaft Japans in Bern, das Rietberg Museum Zürich wie auch Hochschulen und die Architektenkammer haben schon im Vorfeld großes Interesse an der Ausstellung gezeigt.

Die Deutsch-Japanische Gesellschaft Freundeskreis Nagai zeigt diese Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin, dem Japanischen Kulturinstitut Köln und dankt der Volksbank Rhein-Wehra Stiftung für die großzügige Förderung und der Stadt Bad Säckingen für ihre Unterstützung dieser Ausstellung.

Zur Ausstellung steht eine 24-seitige, illustrierte Broschüre mit erläuterndem Text zur Verfügung.

Die Ausstellung ist mittwochs, donnerstags und samstags von 14 – 17 Uhr, sonntags von 11 – 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 2 Euro, ermäßigt 1 Euro. Freier Eintritt mit dem Museums-Pass.
http://bz-ticket.de/japans-meisterwerke-der-holzarchitektur-fotografien-von-fujitsuka-mitsumasa-villa-berberich-bad-saec
13. Mai 2019
Das Torii im Weiher vor der Villa Berberich soll die Städtepartnerschaft zwischen Bad Säckingen und Nagai bekräftigen und einem symbolhaften Durchgang auf eine höhere Ebene ermöglichen.Bild: Michelle Güntert
SÜDKURIER und BADISCHE ZEITUNG
13. Mai 2019
von Susanne Gantert

BAD SÄCKINGEN (elle). Im kleinen Weiher vor der Villa Berberich in Bad Säckingen ist die Verbindung der Stadt zu ihrer japanischen Partnerstadt Nagai durch ein hölzernes Torii sichtbar geworden. Das architektonische Meisterwerk wurde nun offiziell von Leihgeber Robin Heckmann an die Stadt Bad Säckingen, repräsentiert durch Bürgermeister Alexander Guhl, in den Ausstellungsräumen der Villa Berberich übergeben.
Die symbolische Übergabe wurde eröffnet durch eine Aufführung der Trommler-Formation „Taiko Generation“ aus Basel, welche ihre Schlagwerk-Kunst zum Ausdruck brachte. Im Anschluss richtete sich Bürgermeister Alexander Guhl mit einigen Dankesworten an die Versammelten. Er lobte im Besonderen die unkomplizierte und vorbildliche Zusammenarbeit mit der Partnerstadt Nagai in Japan und sprach davon, dass das neue Torii diese verbildlichen und Interesse für die japanische Kultur wecken soll. „Das Torii soll einen positiven Ansporn darstellen, sich mit unserer Partnerstadt und Japan im Allgemeinen auseinanderzusetzen“, sagte Guhl. Dank richtete er an Dauerleihgeber Robin Heckmann, den städtischen Bauhof, der die Errichtung des Toriis unterstützt hat, den Freundeskreis der Partnerschaft sowie die Sparkassen-Kulturstiftung für die großzügige Spende.

Robin Heckmann erläuterte die Symbolkraft des Torii, das einen Durchgang markiert, welcher mit den Augen und den Gedanken absolviert wird. „Auf diese Weise erhält man einen Zugang auf eine höhere Ebene.“ In Japan werden Toriis meist vor Schreinen errichtet, sodass sie eine Verbindung von Weltlichem und Sakralem aufweisen. Das Torii ist nach Vorbild eines Originals in Japan errichtet und stand zuvor bereits drei Jahre in Bayern, bis es nun, überholt und mit einem neuen Dach ausgestattet, vor der Villa Berberich einen geeigneteren Ort gefunden hat. Es besteht aus Robinienholz, das sehr wasserverträglich ist. Den Schluss machte Freundeskreis-Vorsitzender Peter Haußmann, der eine Diashow zum Aufbau des Toriis, welcher seit dem 6. Mai erfolgt war, zeigte und die Geschichte der Städtepartnerschaft kurz zusammenfasste.

Die Städtepartnerschaft zwischen Bad Säckingen und Nagai (Japan) besteht seit 1983. Zur Verdeutlichung dieser Verbindung wurde im Weiher vor der Villa Berberich nun ein Torii errichtet.

https://www.suedkurier.de/region/hochrhein/bad-saeckingen/Neues-Symbol-fuer-die-Partnerschaft-zwischen-Japan-und-Deutschland;art372588,10145442
https://ezeitung.badische-zeitung.de/issue.act?issueId=608376&token=7MfMjSXkCmA9go7a5OgRttXfF6AAXoXrSML9UY1vuxdvKBzpB0FTRIJ-oIub-EdDOep5vWjdsbzRfvlNAbJ0ClxBS6Xw70KcW2mkRAM6FZ20HteG1tBV7A7NvVYe352YjmAlQD0Sm55fv9RRaeWAoA%2C%2C
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