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11. Oktober 2016
Die Künstler Margot Kawinski, Rie Takeda und Mathies Schwarze (von links) bei einem Blumenarrangement von Margot Kawinski im Haus Fischerzunft. Foto: Michael Gottstein
BADISCHE ZEITUNG und SÜDKRIER
10. Oktober 2016
Michael Gottstein

Der Freundeskreis Nagai-Bad Säckingen zeigt im Haus Fischerzunft die japanischen Kunstformen Ikebana, Kalligraphie und Keramik.

BAD SÄCKINGEN. Ikebana, Kalligraphie und Keramik sind drei der Kunstfertigkeiten Japans. Ihnen ordnete Martina Hofmann, die Vorsitzende des Vereins Haus Fischerzunft, bei der Vernissage am Freitagabend einen Dreiklang von Adjek-tiven zu: Har-monisch, edel und geschmackvoll. Der Anlass für diese hochkarätige Ausstellung ist das 30-jährige Bestehen der Deutsch-Japanischen Gesellschaft/Freundeskreis Nagai-Bad Säckingen.

Im Dachgeschoss werden Plakate der Ausstellungen gezeigt, die die Gesellschaft organisiert hat, und die Ehrenpräsidentin Regine Haußmann hielt einen Rückblick. Den Beziehungen des Ehepaares Haußmann ist es zu verdanken, dass immer wieder herausragende Präsentationen in Bad Säckingen zustande gekommen waren. Stellvertretend seien die Ausstellung japani-scher Holzschnitte aus der Sammlung des Rietberg-Museums Zürich im Jahre 1986 oder die Ausstellung "Ein blaues Wunder" zur Geschichte des Blaudrucks genannt – Letztere wurde an das Deutsche Museum München weiter-gegeben und dort von 120 000 Menschen besucht.

Der gegenwärtige Präsident Peter Haußmann erklärte, der Freundeskreis möchte "die schönen Seiten, die Japan zu bieten hat, zeigen". Neben den Ausstellungen werden auch Lesungen, Konzerte, Spielenachmittage und Kurse angeboten. Der eigens aus Potsdam angereiste Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Berlin, Martin Löer, gratulierte im Namen der 600 Mitglieder und dankte dem Ehepaar Haußmann, das sich seit den 1970er Jahren für einen Dialog zwischen den Ländern einsetze.

So unterschiedlich Ikebana, Kalligraphie und Keramik sein mögen, so weisen sie eine wichtige Gemeinsamkeit auf: Es geht nicht ausschließlich um Ästhetik, sondern auch um Fragen der Spiritualität und den Schaffensprozess an sich. Die Kalligraphin Rie Takeda zeigt Beispiele der Schreibkunst, für deren Erschaffung eine innere Ruhe, eine geistige Hinwendung erforderlich ist, was sie auch in Workshops vermittelt. "Nach zwei Stunden sieht man bei den Teilnehmern zufrie-denere Gesichter", so Peter Haußmann.

Ikebana, also die Kunst des Blumenarrangements, hat eine uralte Tradition und genießt heute große Popularität. Eine Meis-terin dieser Kunst ist Margot Kawinski aus Grenzach. Zum ersten Mal dabei ist der Keramikmeister Mathies Schwarze aus Oeschgen, der sich von der japanischen Töpferkunst inspirieren lässt. Sie umfasst nicht nur das seit Jahrhunderten in Europa bekannte Porzellan, sondern auch einfache, aber geschmackvolle Gefäße mit erdfarbenen Glasuren. Perfektion wird nicht angestrebt, vielmehr arbeiten japanische Keramiker bewusst mit Unregelmäßigkeiten, um die Einzigartigkeit des jeweiligen Stücks zu unterstreichen.

Ergänzt wird die Ausstellung durch zahlreiche Leihgaben. Ein Glanzlicht ist eine Teeschale, aber nicht, weil sie spekta-kulär aussieht, sondern weil sie von einem renommierten Meister stammt. In Japan werden nämlich nicht nur Gebäude und Kunstwerke, sondern auch Künstler zu "nationalen Kulturdenkmälern" erklärt. Diese haben dann die Verpflichtung, ihre Kenntnisse weiterzugeben.

Die Ausstellung im Haus Fischerzunft ist bis Sonntag, 23. Oktober, immer samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Am Sonntag, 16. Oktober, 11 Uhr, wird Margot Kawinski die Kunst des Ikebana vorführen, und am Sonntag, 23. Oktober, 11 Uhr, wird Thomas Bachmann einen Vortrag über japanische Ästhetik halten.

http://www.badische-zeitung.de/ein-dreiklang-zum-jubilaeum
www.suedkurier.de/.../bad.../Haus-Fischerzunft-zeigt-drei-Kunstfertigkeiten-aus-Japan...
30. September 2016
Rie Takeda ist eine von drei Künstlern, die bei der Ausstellung Ikebana – Kalligraphie – Keramik im Haus Fischerzunft ihre Werke austellen. | Bild: Michael GOTTSTEIN
SÜDKURIER
30.September 2016
Michael Gottstein

Die Ausstellung Ikebana – Kalligraphie – Keramik findet von 8. bis 23. Oktober im Haus Fischerzunft in Bad Säckingen statt. Es sind drei Kunstfertigkeiten Japans, die die Deutsch-Japanische Gesellschaft – Freundeskreis Nagai-Bad Säckingen mit ihrer diesjährigen Herbstausstellung in den Mittelpunkt rückt. Das Blumenarrangieren, das kunstvolle Schreiben mit dem Tuschpinsel sowie Keramik, besonders die Teekeramik, sind Objekte konzentrierter Hinwendung und langer Übung. Die dabei erwachsenden Fähigkeiten werden in aller Regel in Familien über Generationen weitergegeben.

Im 30-jährigen Bestehen der Gesellschaft wird die dritte „Ikebana-Kalligraphie-Keramik“, die bereits im Gründungsjahr 1986 stattfand, wiederholt. Ermutigt und gesponsert durch das Japanische Generalkonsulat in München, ist 1996 zum 10-jährigen Bestehen eine Broschüre mit Rückblick, anlässlich der zweiten „Ikebana-Kalligraphie-Keramik“ erschienen.

Auch in dieser Ausstellung werden Blumenarrangements von Margot Kawinski vorgestellt. Rie Takeda aus Freiburg hatte sich bereits 2014 mit der Ausstellung „Neo – Japonismus“ im Haus Fischerzunft vorgestellt. Seither hat sie dort bereits zwölf gut besuchte Kalligraphie Workshops abgehalten. Zum ersten Mal wird der Keramiker Meister Mathies Schwarze seine Keramik vorstellen. Er ist Gründer und Leiter der Keramik Schule in Oeschgen im Kanton Aargau mit mehr als 70 Schülern. Durch die Freundschaft mit dem japanischen Keramiker Takashi Nakazato wurde er zum Liebhaber und Sammler japanischer Keramik. Takashi Nakazato ist, in siebter Generation einer angesehenen Keramiker-Familie aus Karatsu auf Kyushu, wie sein Bruder Keramiker.

Ergänzt wird die Präsentation mit Leihgaben japanischer Keramik von Mathies Schwarze, der Gesellschaft und privaten Leihgebern. Das Betrachten der fertigen Arbeiten wird durch ein Rahmenprogramm ergänzt, das mit Vorführungen zur japanischen Kalligraphie und zu Ikebana das Tun hinzufügt. Ein durchgängiger Aspekt aller drei Themen, nämlich der von westlicher Sicht so verschiedene japanische Sinn für Ästhetik, wird am letzten Ausstellungstag in einem Vortrag von Thomas Bachmann aus Basel, beleuchtet.

Kunst und das Drumherum
• Die Ausstellung: Ikebana – Kalligraphie – Keramik der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Freundeskreis Nagai-Bad Säckingen findet aus Anlass des 30-jährigen Bestehens im Haus Fischerzunft in Bad Säckingen statt. Die Ausstellung ist vom 8. bis 23. Oktober jeweils samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
• Rahmenprogramm: Am 9. Oktober um 11 Uhr demonstriert Rie Takeda die Shodo Kalligraphie. Am 16. Oktober um 11 Uhr zeigt Margot Kawinski die Kunst des Blumensteckens. Am 23. Oktober um 11 Uhr hält Thomas Bachmann den Vortrag „Wabi und/oder Sabi. Ein westlicher Blick auf Aspekte japanischer Materialästhetik und ein Versuch einer Annäherung“. Der Eintritt ist frei
• Information: Telefonnummer 07761/553 85 02 oder www.djg-nagai-saeckingen.de

https://newstral.com/de/article/de/1041314328/ausstellung-vereint-japans-künste
27. Juli 2016
Ein Stück Japan im Schlosspark: der tapfere Prinz im Kampf mit der achtköpfigen Schlange Foto:Julia Becker

Japanisches Kinder- und Jugendtheater gastiert in Bad Säckingen

BADISCHE ZEITUNG und SÜDKURIER
21.und 26. Juli 2016
Julia Becker
Kultur

Ungewohnte Klänge schallten am Dienstagabend durch den Bad Säckinger Schlosspark und lockten viele Neugierige zur Konzertmuschel: das japanische Kinder- und Jugendtheater Tsuchie Kodomo Kagura gab ein Gastspiel und zeigte traditionelle Stücke in prachtvollen Gewändern.
Die Laienspielgruppe aus der Stadt Oda in der Provinz Shimane war eigentlich für das 21. Japanfest in München angereist und gastierte auf persönliche Einladung der Deutsch-Japanischen Gesellschaft für eine Aufführung in Bad Säckingen. Die Gruppe, bestehend aus 10 Kindern im Alter von neun bis 15 Jahren, zeigte drei Stücke aus dem klassischen japanischen Tanztheater. Dabei werden jahrtausendalte Geschichten der japanischen Mythologie mit Musik, Tanz und prachtvollen Kostümen zum Leben erweckt. Mit ihren bis zu 20 Kilo schweren Kostümen zeigten die jungen Künstler trotz der hohen Temperaturen eine eindrucksvolle Darbietung: Mehr als 400 Zuschauer verfolgten bei schönstem Sommerwetter, wie tapfere Prinzen gegen Dämonen und vielköpfige Schlangen kämpfen oder zwei Fischer auf tollpatschige Weise versuchen, eine glücksbringende Dorade zu fangen.

Begleitet wurden das fröhliche und wilde Spiel von vier jungen Musikern an Trommel, Flöte und Zimbel in traditionellen Gewändern junger Tempeldiener. Zur besonderen Freude des jungen Publikums tobten die wilden Teufel und Dämonen durch die Publikumsreihen. Die beiden Fischer feierten ihr Fangglück mit dem großzügigen Verteilen von Süßigkeiten. Nach dem letzten Stück wurden die Künstler mit viel Applaus verabschiedet.

Tsuchie ist der Name eines Bezirks der japanischen Stadt Oda. Das volkstümliche Theater mit jungen Darstellern – Kodomo ist das japanische Wort für Kind – hat eine lange Tradition. Das Kagura-Theater ist Teil der japanischen Shinto-Religion
www.badische-zeitung.de/.../daemonen-im-schlosspark-japanisches-kinder-und-jugendt..
29. Juni 2016
Südkurier 29.06.2016
Susanne Kanele
Kinder- und Jugendgruppe Tsuchie Kodomo Kagura tritt im Schlosspark auf. Die Deutsch-Japanische Gesellschaft sucht Gasteltern für die Kinder.
Bad Säckingen (ska) Auf Einladung der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Freundeskreis Nagai – Bad Säckingen, gastiert am Dienstag, 19.Juli, die Kinder- und Jugendgruppe Tsuchie Kodomo Kagura aus der japanischen Provinz Shimane im Schlosspark. Die zehn Kinder im Alter von zehn bis 15 Jahren kommen einmalig nach Bad Säckingen. Die Gruppe tanzt und spielt Mythen des alten Japans in prachtvollen Kostümen, begleitet von ihrer eigenen Musik. Jetzt ist die Deutsch-Japanischen Gesellschaft auf der Suche nach fünf Gasteltern, die jeweils zwei Kinder für zwei Übernachtungen übernehmen können.

Tsuchie Kodomo Kagura ist seit 300 Jahren eine lebendige Tradition. Kagura gehört zu den ältesten in Japan erhaltenen Formen des volkstümlichen Theaters, dessen Wurzeln über mehr als tausend Jahre zurückreichen. "Wörtlich bedeutet Kagura Unterhaltung für die Götter", erklärt der Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft, Peter Haußmann. Ein Mitglied des Freun-deskreises hat einen Auftritt der Gruppe gesehen und davon erzählt. "Mir hat das gefallen", so Haußmann weiter. Also hat er sich im Internet auf die Suche nach der Gruppe gemacht und Kontakt zur Betreuerin Yuki Teramachi geknüpft.

Im Schlosspark in der Konzertmuschel zeigen die Kinder und Jugendlichen Elemente des Schamanismus, wie das rituelle Reinigen der Bühne oder den Anruf der Götter, deren Segen man erbittet. "Die Kinder tanzen in wertvoll verarbeiteten Kostümen, die teilweise bis zu 20 Kilogramm schwer sind", erzählt Haußmann. Einem Zufall ist es zu verdanken, dass die Gruppe aus Japan nach Bad Säckingen kommt. Sie befinden sich in dieser Zeit in München beim Japanfest der Deutsch-Japanischen Gesellschaft in München. "Vor ihrer Abreise nach Japan kommen sie mit dem Bus für drei Tage nach Bad Säckingen", sagt Haußmann. Dann geht es für die Gruppe zurück nach München und weiter nach Japan.

Der Auftritt: Das Tsuchie Kodomo Kagura tritt um 18.30 Uhr im Schlosspark auf, bei schlechtem Wetter im Kursaal. Der Eintritt ist frei.
www.suedkurier.de/region/.../Kurpark-Japanische-Unterhaltung-fuer-die-Goetter;...
bz-ticket.de/japanisches-kindertanztheater--124950525.html
bz-ticket.de/theater-comedy
www.badische-zeitung.de/nachrichten/kultur/theater
24. Mai 2016
Unter dem Titel „Der grüne Hügel“ 新緑の丘 setzt die Deutsch-Japanische Gesellschaft Freundeskreis Nagai – Bad Säckingen die Reihe von Kalligraphie Workshops mit Rie Takeda fort. Der Workshop findet am Sonntag, den 29. Mai 2016 um 14 statt und dauert inklusive einer Tee Pause bis 16 Uhr. Man trifft sich im Haus Fischerzunft in der Fischergasse 12, Bad Säckingen.

Die Deutsch-Japanische Gesellschaft unterstützt den Kalligraphie Workshop, sodass die Kursgebühr (18 Euro bzw. 15 Euro für Auszubildende) moderat bleibt. In der Kursgebühr sind alle benötigten Materialien enthalten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist auf 12 begrenzt. Deshalb sollte man sich unter 07761 – 55 38 502 anmelden.

Zwischenzeitlich ist Rie Takeda zu Gast im Victoria & Albert Museum, London, um dort Workshops mit dem Titel „Subversive Shodo“ zu geben.

Kurzfassung im Südkurier 24.05.2016

Weitere Informationen unter www.shodokalligraphie.com
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