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12. März 2011

In Sorge um die Partnerstadt - Kein Kontakt nach Nagai

Badische ZeitungArtikel auf www.badische-zeitung.de

BAD SÄCKINGEN (mig). Das schwere Erdbeben in Japan hat offenbar auch Teile der Präfektur Yamagata, in der Bad Säckingens Partnerstadt Nagai liegt, in Mitleidenschaft gezogen. Allerdings verzeichnete man in Nagai selbst "nur" ein Beben der Stärke 4, während die Ostküste von Erdstößen der Stärke 8,9 verwüstet wurde. Da die 25 000-Einwohner-Stadt im Landesinneren liegt, kann der Tsunami dort keinen Schaden angerichtet haben.

Auf Anfrage der Badischen Zeitung berichtete der Journalist Akihiro Matsumoto von der dortigen Lokalzeitung, dass es im Osten der Präfektur Yamagata zu schweren Schäden gekommen sei, bei denen auch viele Menschen ihr Leben verloren haben sollen. Nagai liegt allerdings im Südwesten der Präfektur Yamagata und etwa 100 Kilometer westlich der Stadt Sendai, in der es mehr als 200 Tote gegeben haben soll. Das Epizentrum des Bebens lag rund 130 Kilometer östlich von Sendai im Meer. Da die meisten Elektrizitätswerke heruntergefahren wurden, gibt es in der Präfektur derzeit kaum Strom, und man habe, so Akihiro Matsumoto, auch noch keine Vorstellung, wann sich die Lage wieder entspannen werde.

Der Bad Säckinger Stadtverwaltung lagen am Nachmittag keine genauen Informationen über die Situation in Nagai vor. Hauptamtsleiter Peter Lau erklärte, dass Bad Säckingen "normalerweise von der Verwaltung aus Nagai nicht automatisch informiert wird". Jedenfalls habe Hiroshi Akama, einer der Väter der Städtepartnerschaft, der an diesem Wochenende in Bad Säckingen mit der silbernen Verdienstmedaille ausgezeichnet werden sollte, seinen Besuch abgesagt.

Auch bei der Deutsch-Japanischen Gesellschaft/Freundeskreis Nagai-Bad Säckingen herrschte bis zum Nachmittag Unklarheit. Die langjährige ehemalige Vorsitzende Regine Haußmann und der Schatzmeister Joachim Uhlir versuchten den ganzen Tag über, Kontakt zu Hiroshi Akama aufzunehmen. "Die Telefon- und Faxverbindungen sind aber ausgefallen, und der Flughafen von Tokio ist geschlossen", berichtete Uhlir.