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17. März 2015

Bad Säckingen Japanische Kultur stößt auf reges Interesse

Die Künstlerin Rie Takeda neben ihrem Bild „Harmonie“. Bild: Michael Gottstein
SÜDKURIER
17. März 2015 Michael Gottstein

Deutsch-Japanische Gesellschaft/Freundeskreis Nagai-Bad Säckingen zieht Bilanz. Freude über steigende Mitgliederzahl

Das Pferd spielt in der japanischen Mythologie eine wichtige Rolle, und für die Deutsch-Japanische Gesellschaft/Freundeskreis Nagai-Bad Säckingen war es ein Glücksbringer. Die vergangene Saison im „Jahr des Pferdes“ bescherte nämlich den Freunden der japanischen Kultur (und denen, die es werden wollten) viele Möglichkeiten, ihre Kenntnisse zu erweitern und ästhetische Erfahrungen zu sammeln.
Wie der Vorsitzende Peter Haußmann in der Jahreshauptversammlung am Freitagabend berichtete, war die Zahl der Mitglieder von 107 auf 114 gestiegen, der Altersdurchschnitt hingegen rapide gesunken. Der von Regine Haußmann mit einer Dia-Show begleitete Jahresrückblick verzeichnete zahlreiche wichtige Ereignisse. Ganz oben standen die Partnerschaftstage im Oktober, bei denen unter anderem das 30. Bestehen der Verschwisterung mit Nagai gefeiert wurde. Bürgermeisterstellvertreter Kenji Endo, Stadtrat Katsusuke Koseki und Ikuko Matsuda von der Planungsabteilung im Rathaus Nagai waren dazu nach Bad Säckingen gereist, und sie wurden vom Freundeskreis im Rahmen eines umfangreichen Besichtigungsprogrammes betreut. Im November feierte Bad Säckingens fernöstliche Partnerin das 60. Jubiläum ihrer Stadtrechte, wozu Bürgermeister Alexander Guhl nach Japan gereist war. Der Freundeskreis steuerte das Buch „Gelebte Partnerschaft Deutschland – Japan“ bei.
Obwohl oder gerade weil die japanische Kultur den Europäern komplex und oft erklärungsbedürftig erscheint, stößt sie in Bad Säckingen und Umgebung auf reges Interesse, das der Freundeskreis mit Vorträgen, Romanlesungen, Ausstellungen und (auch sinnliche Erfahrungen können lehrreich sein) Kochkursen bediente. Zu den Höhepunkten zählte die vom Japanischen Kulturinstitut in Köln ausgeliehene Präsentation „Japanische Puppen – Tradition und Moderne“ im Haus Fischerzunft. Der Freundeskreis richtete dort ein Spielezimmer ein, in dem sich nicht nur Kinder tummelten.
Im September gab es, ebenfalls im Haus Fischerzunft, eine Kalligraphie-Ausstellung von Rie Takeda, die in einem Workshop Einblicke in diese komplexe fernöstliche Kunst gewährte. Im April wird sie erneut einen Kalligraphie-Kurs geben. Erwähnenswert ist auch der Besuch des Trompeters Hisaya Takamoto in Bad Säckingen und die Verleihung der Bundesverdienstmedaille an Hiroshi Akama, einen der Väter der Städtepartnerschaften. Im Sommer wird in der Villa Berberich eine Ausstellung von Fotografien über das japanische Weltkulturerbe eröffnet. Der Freundeskreis organisiert ein Begleitprogramm und Führungen zu bestimmten Themen wie Architektur, Buddhismus und Natur.
Der Freundeskreis
Die Deutsch-Japanische Gesellschaft/Freundeskreis Nagai-Bad Säckingen wurde 1986 gegründet und hat derzeit 114 Mitglieder. Der Vorsitzende ist Peter Haußmann, Kontakt: pf.haussmann@gmx.de, Internet: www.djg-nagai-saeckingen.de.