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Ältere News finden sie in unserem News-Archiv nach Jahren sortiert: 2021, 2020, 2019, 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009, 2008. Insgesamt sind 113 News seit 2008 veröffentlicht worden.
11. März 2021
Foto DJG Bad Säckingen
Der Vortrag Monika Bruttel am Donnerstag, 11. März 2021 um 14:46 Uhr im Sitzungsaal, Schloss Schönau, kann nur virtuell als ZOOM Vortrag gehalten werden. Aus Anlass des Jahrestags der Fukushima Katastrophe vor genau 10 Jahren berichtet Monika Bruttel aus ihren 30 Jahren voll beruflicher Tätigkeit in Japan. Sie wird ihre persönlichen Erlebnisse als „freiwillige Helfer“ im Anschluss des 11. März 2011 berichten sowie über die Erfahrungen aus der Sicht der Menschen vor Ort sprechen. Der Vortrag wird ca. 45 Minuten dauern.

Im Einzelnen wird sie zunächst einen Film über Fukushima damals zeigen. Nach einer Gedenkminute und einem kurzen Gebet wird Monika Bruttel über ihre Erlebnisse vor Ort vom März bis November 2011 sprechen und mit Bildmaterial ergänzen. Sie wird auch aus einer Gemeinde nur 5 km von den havarierten Atommeilern entfernt einen Film (japanisch mit deutschen Untertiteln) zeigen und aus eigenem Erleben mit Betroffenen berichten.

Es sollen einzelne Betroffene im Vordergrund stehen, von denen authentische Zeugnisse vorliegen und die die Sprecherin persönlich kennt. Was können die Opfer hoffen und wie können sie mit den Folgen der Katastrophe klarkommen, wenn die Regierung und der Betreiber nur sehr zögerlich bereit sind, zu helfen?

Schließlich wird Monika Bruttel im Überblick und Rückblick über Ihre Missionsarbeit in Japan berichten.

Zoom-Meeting beitreten:

https://us02web.zoom.us/j/2606082742?pwd=bEh2S0xCSFFhaVczcFNVOWRUUEw0QT09

Meeting-ID: 260 608 2742
Kenncode: 5261201.
25. Januar 2021
Jubiläums-Preisausschreiben des VDJG

Berlin. Der Verband Deutsch-Japanischer Gesellschaften e.V. (VDJG) veranstaltet ein deutschlandweites Preisausschreiben. Der Anlass ist das 160-jährige Jubiläum der Aufnahme offizieller Beziehungen zwischen Deutschland und Japan. Das Preisausschreiben dreht sich um Japan, den VDJG und die Arbeit, die von den Deutsch-Japanischen Gesellschaften geleistet wird.

„Jeder kann mitmachen, und es gibt viele tolle Preise zu gewinnen, darunter den Hauptpreis, Städtereisen, Kameras und vieles mehr.“ freut sich der Präsident des VDJG, Dr. Volker Stanzel. Den Hauptpreis lässt er sich noch nicht entlocken: Ob es eine Flugreise nach Japan wird, ein wertvoller japanischer Kunstgegenstand, oder … – das wird noch nicht verraten.

In fünf Runden werden auf der Website https://vdjg-preisausschreiben.de Fragen gestellt. Die erste Fragerunde ist ab sofort verfügbar. Teilnehmende haben drei Wochen Zeit die Fragen auf der Webseite zu beantworten. Mit jeder richtigen Antwort gewinnen sie Punkte, die über die Runden addiert werden. Die Teilnehmenden mit der höchsten Gesamtpunktzahl erhalten die Preise. (Die Details sind auf der Webseite beschrieben.) Die Zwischenstände werden nach Abschluss jeder Runde auf der Webseite veröffentlicht. Die Siegerehrung erfolgt auf der Verbandstagung des VDJG am 14. Mai, wenn möglich vor Ort in Frankfurt am Main, anderenfalls virtuell.


Auf YouTube zeigt unter dem Titel die Japanischen Botschaft in Deutschland das Video „Feiern Sie mit uns 160 Jahre Freundschaft Japan - Deutschland 2021“

https://youtu.be/Hvd7Tp7QgVw
05. Januar 2021
Dieses Foto entstand 1982 beim Nagai-Besuch Foto Regine Haußmann
Auszüge
aus dem Artikel von Stefan Mertlik der BADISCHEN ZEITUNG vom 5. Januar 2021

„Am 5. Januar 1981 kam die erste Delegation aus dem japanischen Nagai nach Bad Säckingen. Zwei Jahre später gingen beide Städte auch offiziell eine Partnerschaft ein. Regine und Peter Haußmann von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Freundeskreis Nagai – Bad Säckingen haben sich von Beginn an für den kulturellen Austausch zwischen den Ländern eingesetzt. 40 Jahre nach dem ersten Besuch aus Japan erinnert sich das Ehepaar an diese Zeit zurück.

Zwei Zahnärzte, vier Lehrer, vier Beamte und eine Studentin reisen am 5. Januar 1981 nach Bad Säckingen – im Gepäck ihre Skiausrüstung. Anfangs lief alles über den Skiclub.

Regine Haußmann … sieht in der noch jungen Freundschaft zwischen den Städten aber auch die Chance, einen kulturellen Austausch zu befeuern. Unter der Schirmherrschaft von Landeswirtschafts-minister Rudolf Eberle organisiert sie im Juli 1981 die Ausstellung "Volkskunst aus Japan" im Bad Säckinger Trompeterschloss. "Sogar japanische Zeitungen haben darüber berichtet", sagt Regine Haußmann. Die Begeisterung des Ehepaars für Japan gipfelt am 21. Januar 1986 in der Gründung des Freundeskreises Nagai – Bad Säckingen, den Regine Haußmann von Juni 1986 bis 2002 als Präsidentin führte. Seit 2011 leitet Peter Haußmann den Verein, der mittlerweile 174 Mitglieder zählt.

Die zarte Pflanze der Freundschaft

Im Dezember 1980 – also kurz vor dem ersten Besuch der Japaner in Bad Säckingen – schrieb BZ-Redakteur Klaus Schneidewind: "Der Wunsch der Japaner geht dahin, einen regen Informationsaustausch etwa auf kulturellem, gewerblichem und industriellem Bereich aufzubauen und freundschaftliche Bande zwischen der Bevölkerung zu knüpfen." 1977 und 1979 besuchen deutsche Sportler zusammen mit Fritz Gisy, Zweiter Vorsitzender des Badischen Sportbundes, die japanische Stadt. Gisy regt die Kontaktaufnahme zwischen Nagai und Bad Säckingen an. Daraufhin entwickelt sich ein reger Briefwechsel zwischen der Bad Säckinger Stadtverwaltung und dem Nagaier Bürgermeister Itaro Saito. Bei der Begrüßung der ersten Delegation aus der Stadt der Blumen und des Grüns wählt der damalige Bürgermeister Günther Nufer metaphernreiche Worte: "Ich hoffe und wünsche, dass die zarte Pflanze der Partnerschaft, die wir heute in den winterlichen Boden setzen, zu einem kraftvollen, lebensstarken Baum der Freundschaftschaft zwischen Nagai und Bad Säckingen emporwächst."
1982 reist Regine Haußmann zusammen (unter anderen) mit Bürgermeisterstellvertreter Friedrich Baumgartner als erste deutsche Delegation aus Bad Säckingen nach Nagai. "Die Japaner besuchen uns dreimal häufiger als wir sie", sagt Regine Haußmann. Allerdings liegt das nicht am Unwillen der Deutschen. "Einladungen aus Nagai sind rar gesät." Dennoch kommt es gerade in den Achtzigerjahren zu vielen Reisen. Gärtnerinnen und Judokas besuchen Japan, Lehrer und Köche kommen nach Bad Säckingen. Damals unterstützt die Stadt Austausche noch finanziell. "Heute kann sich das Bad Säckingen leider nicht mehr leisten", sagt Regine Haußmann.
2013 war Peter Haußmann (mit der 9. Städtischen Delegation) … in Japan. Eine geplante Olympia-Reise fiel wegen Corona aus. Doch mit dem Verein holen sie die japanische Kultur einfach nach Deutschland. Kalligrafie-Seminare, Kochkurse und Lesungen stoßen auf großes Interesse bei ganz Jung und Alt. Nur an die Jugendlichen kommen sie schwer heran. Durch Zeichentrick und Videospiele steht Japan aber gerade bei jungen Erwachsenen hoch im Kurs. "Wir müssen erstmal Leute finden, die das können", sagt Peter Haußmann. "Im Verein gibt es viele junge Menschen, doch die interessieren sich vor allem für die Sprache."
Einiges hat sich in den vergangenen 40 Jahren verändert. Landflucht ist auch in Japan ein großes Thema. Als sich die Freundschaft beider Städte entfaltete, lebten noch 33 000 Menschen in Nagai. Heute sind es rund 26 000. "Im Rathaus gibt es deshalb eine Heiratsvermittlung", sagt Peter Haußmann.
Am 21. Januar wird der Freundeskreis Nagai – Bad Säckingen 35 Jahre alt. Und wie die Nagaistraße im Schöpfebachtal gehört auch der Verein fest zur Trompeterstadt. Das schätzen auch die Japaner. Als eine der ersten Frauen überhaupt erhielt Regine Haußmann für die Förderung der freundschaftlichen Beziehungen den Orden des Heiligen Schatzes von der japanischen Regierung.“
https://www.badische-zeitung.de/vor-40-jahren-kam-die-erste-japanische-delegation-nach-bad-saeckingen
22. August 2020
Foto Gabriele Rasenberger
Der SÜDKURIER berichtete in seiner Ausgabe vom 22. August 2020 über die Auswirkungen der Corona Epidemie auf die Städtepartnerschaft zwischen Nagai und Bad Säckingen. Die Absage der Olympischen Spiele in diesem Jahr hatte zur Folge, dass die für diesen Sommer geplante offizielle Partnerschaftsreise nicht stattfinden konnte. Der strenge Lockdown verhindert auch, dass hier in der Region lebende Japanerinnen und Japaner in Ihre Heimat zu ihre Familien zu reisen. Obwohl aus der Partnerstadt Nagai keine Fälle von Corona Erkrankungen bekannt sind, herrschen auch dort ähnliche Beschränkungen wie in den großen Städten.
Gabriele Rasenberger berichtete in Ihrem Artikel auch über die Aktivitäten des Freundeskreises Nagai, die aktuell mit Kalligraphie- und Kochkursen, mit einer Lesung, Ikebana Workshop und weiterem Programm, dass für alle Interessierte offen ist.

https://www.suedkurier.de/digitale-zeitung/epa12904,75180,,17
15. Mai 2020
Menschenleere Straßen in Nagai: Die japanische Regierung bat die Menschen, zuhause zu bleiben.
Foto Privat
BADISCHE ZEITUNG
Freitag, 15. Mai 2020
BZ-Serie (5) :
Von Michael Gottstein

BAD SÄCKINGEN/NAGAI. Gerade in Zeiten von Not und Krise lohnt sich ein Blick über den Tellerrand. Deshalb zeigen wir in der BZ-Serie „Wie geht’s unseren Freunden?“, wie die Menschen in Bad Säckingens Partnerstädten mit der Krise umgehen, welche Einschränkungen sie im Alltag hinnehmen müssen und welche Sorgen und Hoffnungen sie haben. Heute: Nagai in Japan.
Zurückhaltender Umgang mit Tests

Die Zeit von Ende April bis Mitte Mai wird in Japan als „Goldene Wochen“ bezeichnet. Dann stehen viele Bäume in voller Blüte, und die Japaner nehmen gerne Urlaub, um im eigenen Land zu verreisen. Doch wegen der Corona-Krise verdienen diese Wochen ihr schönes Attribut derzeit nicht, wenngleich Japan weniger unter dem Virus leiden als andere Länder – so scheint es zumindest. Bis Donnerstag zählte die John Hopkins University gut 16 000 bestätigte Fälle, 8900 Menschen sind geheilt und 678 gestorben. Der Epidemiologe Kenji Shibuya sprach die Vermutung aus, dass in Japan weit mehr Menschen infiziert seien, wobei die relativ geringe Zahl von Todesfällen eher gegen eine hohe Dunkelziffer spricht.
Tatsache ist jedenfalls, dass Japan sehr zurückhaltend mit den Tests umgeht. In der Präfektur Yamagata, in der Nagai liegt, wurden seit Ende Januar 2525 Tests vorgenommen, mit denen man 69 Corona-Fälle diagnostizierte. Bedenkt man aber, dass die Präfektur gut eine Million Einwohner zählt, darf man an der Aussagekraft dieser Statistik durchaus gewisse Zweifel haben; für die 26 000 Einwohner zählende Stadt Nagai waren keine Zahlen zu bekommen. Nachrichten von überlasteten Kliniken gibt es aus der Präfektur nicht, auch wenn die Zahl der Beatmungsgeräte, hochgerechnet auf die Einwohnerzahl, geringer ist als in Italien. Derzeit sind in Yamagata fünf Corona-Patienten in stationärer Behandlung, und die Leerstandsquote im zentralen Krankenhaus der Präfektur liegt bei über 90 Prozent.
Keine Bußgelder bei Verstößen

Vor diesem Hintergrund ging Japan einen anderen Weg als China und viele europäische Staaten und versuchte zunächst, durch die Rekonstruktion von Infektionsketten sowie lokal begrenzte Maßnahmen die Verbreitung des Virus zu stoppen. Doch am 7. April rief die Regierung den Notstand für Tokio und sechs andere Präfekturen aus, was dramatischer klingt, als es ist. Es gibt keine drastischen Ausgangsbeschränkungen wie in Frankreich, vielmehr appelliert die Regierung an die Eigenverantwortung der Bürger und bittet sie, zu Hause zu bleiben und die Grenzen der Präfektur nicht zu verlassen. Bußgelder bei Verstößen sind jedoch nicht vorgesehen. Da der Staat traditionell eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben spielt, brachte die japanische Regierung ein riesiges Konjunkturpaket im Umfang von rund 20 Prozent der Wirtschaftsleistung auf den Weg.
Absage von Festen

Viele Maßnahmen in Nagai ähneln denjenigen in Bad Säckingen: Die Bürger werden gebeten, Abstand zu halten, auf Hygiene zu achten und Schutzmasken zu tragen, und größere Veranstaltungen wurden abgesagt, darunter auch das für den Tourismus wichtige Weiße-Azaleen-Fest, das Fest des Schwarzen Löwen und das Sakura-Festival. Stadtbibliothek, Gemeindezentrum und Sporteinrichtungen sind bis zum Monatsende geschlossen. Die städtische Grund- und Mittelschule ist bis Sonntag, 24. Mai, geschlossen, danach soll der Präsenzunterricht wieder etappenweise beginnen. Die Präfekturschule wird bereits seit Anfang dieser Woche schrittweise geöffnet.
Das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie vergibt oder vermittelt Unternehmen zinslose Kredite, und Lohnausfälle werden zum großen Teil kompensiert – auch wenn Mitarbeiter Urlaub nehmen müssen, um Kinder, die nicht mehr in Kindergärten oder Schulen gehen können, zu betreuen. Auf lokaler Ebene unterstützt der Sozialrat der Stadt Menschen mit Notgeldern, wenn sie zum Beispiel wegen Arbeitslosigkeit Schwierigkeiten haben, ihre Lebenshaltungskosten zu decken.
Der Freundeskreis Nagai-Bad Säckingen hat die Japan-Reise, die vom 29. Juli bis zum 11. August während der Olympischen Spiele stattfinden sollte, abgesagt.

https://ezeitung.badische-zeitung.de/issue.act?issueId=721185&token=soUD-DXYMbzjrlK9VSMGyYjbTG0MZUHAZq4FQdIMEn9_Zfk2T_Q3_WiwwS93vLqqZju8WOJrfg7HML_pOv3OhWh3W3QBaS1Z2qCNA7QdX2h4RB7wLyeOsxFBOQx7OsAVyZFZ1GVsDnJs8Uv7voIxSA%2C%2C
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